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Windstill
präsentieren ihr neues Werk Nachtfahrt, Lieder nach Gedichten von Seamus
Heaney. Auf dem ruhigen, stimmigen Album mit viel Raum für instrumentale
Passagen, gespielt auf Gitarren, Flöten, Gesang, Klavier und Percussion,
nimmt sich das Quartett der Poesie des irischen Nobelpreisträgers Seamus
Heaney an. Die ins Deutsche übertragenen Gedichte verlangen der Gruppe
manchmal eine eigenwillige Melodieführung ab. Der Reinerlös des Albums kommt
dem ehemaligen Querflötisten der Gruppe Gerhard Rauscher zugute. Der Musiker
verletzte sich bei einem Fahrradunfall schwer und leidet seitdem an einer
kompletten Rückenmarkslähmung.
"Heaney´s Gedichte erscheinen jemandem, der auf durchlässigem sandigen
Granit aufgewachsen ist, zunächst voller verschlingender Düsternis ihrer
ländlichen Moorlandschaften. In beiden Gegenden braucht es schweres Gerät -
den Spaten, Hammer und Meisel- um sie zu bearbeiten. Der Prozeß selbst, das
Stechen, Ausheben der dunklen Erde, das Splittern, Abspringen der
Steinbrocken an ihren Adern machen den Vorgang, das Material lebendig. So
öffneten sich diese Gedichte bei dem Versuch, sie zu singen: in klebrigen
Stiefeln, trauernd, verschwitzt." (Christian Geißendörfer)
WINDSTILL
sind:
Barbara Sendbühler (Gesang, Klavier)
Gesine Aldag-Füglein (Sopran- u. Altflöte)
Rainer Schoberth (Bodhram, Congas, Percussion, Gesang)
Christian Geißendörfer (Gitarren, Banjo, Mandola, Glockenspiel,
Metallophon, Mundharmonika, Percussion, Gesang)
weitere Informationen zu "Windstill" unter
www.christian-geissendoerfer.de |
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